Ein Sieg für den Frauenfußball

Ein Sieg für den Frauenfußball

Die Frauenfußball-EM in England war eine Veranstaltung der Rekorde. Zuschauerzahlen in den Stadien und vor den Fernsehern brachen alle Rekorde. Das Niveau dieser EM war sehr hoch, Tempo und Physis vieler Länder beeindruckten. Doch wird diese EM nachhaltig sein? Ein Kommentar von FiDo-Redakteur Michael Rappe

Wieder ein Wembley-Drama – Kapitänin Popp fehlte sehr

Wieder ein Wembley-Drama – Kapitänin Popp fehlte sehr

Das Wembley-Stadion ist offenbar für Fußball-Dramen prädestiniert. Zwar steht das Vorgänger-Stadion von 1966 längst nicht mehr, doch auch der nachfolgende Fußball-Tempel schreibt seine besonderen Geschichten. 56 Jahre nach den Männern haben nun auch die englischen Frauen ihren ersten internationalen Titel gewonnen. Das Team von Trainerin Sarina Wiegman gewann gegen Deutschland glücklich mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung. Wiegmann, die 2017 mit den Niederlanden den Titel gewonnen hatte, krönte sich damit zum zweiten Mal in Folge als Siegtrainerin. Die Tore erzielten vor der EM-Final-Rekordkulisse von 87.192 Zuschauenden Ella Toone (62.), Lina Magull (79.) und Chloe Kelly (111.). Im neunten EM-Finale hat Deutschland nun erstmals verloren.

DAS FINALE – Beth Mead gegen Alexandra Popp

DAS FINALE – Beth Mead gegen Alexandra Popp

„We call it a Klassiker”. Dieser Satz von Franz Beckenbauer trifft wohl auf kein anderes Spiel so zu wie auf Deutschland gegen England, bei den Frauen wie den Männern. Ob Wembley-Tor 1966, das legendäre 3:2 bei der WM 1970 bei den Männern oder das EM-Finale 2009 – im torreichsten Endspiel der EM-Geschichte gab es ein 6:2 für Deutschland – und das Spiel um Platz drei bei der WM 2015 (1:0 nach Verlängerung für England) bei den Frauen – in diesen Duellen sind Spannung und hochklassiger Fußball garantiert.

FINALE – Wird der Traum von Wembley wahr?

FINALE – Wird der Traum von Wembley wahr?

In wenigen Stunden ist es soweit, dann beginnt vor rund 90.000 Zuschauern in Wembley das Traumfinale zwischen England und Deutschland. Wer wird Europameister, wer wird Torschützenkönigin? Ganz Deutschland spricht über dieses Finale, in Rundfunk, Fernsehen und Sozialen Medien gibt es kaum ein anderes Thema. Es ist angerichtet. Vorhang auf für ein hoffentlich hochklassiges, faires Finale mit nachhaltiger Wirkung für den Frauenfußball.

Deutsches Frauenteam sorgt für Rekorde und Begeisterung

Deutsches Frauenteam sorgt für Rekorde und Begeisterung

12,19 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer – Das Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich hat im ZDF für eine Rekordquote gesorgt. Manche Quellen sprechen sogar von der höchsten Zahl bei einem Frauenfußball-Spiel im deutschen Fernsehen. Hinzu kommen noch die Zuschauenden beim Bezahlsender DAZN. Die DFB-Frauen sorgen bei der EM in England für Begeisterung. Das zeigt sich auch in den Sozialen Medien, wo unzählige Fotos, Clips und Berichte geteilt werden, wo es Glückwünsche und Sympathiebekundungen hagelt.

„Air“ Popp köpft Deutschland ins Finale von Wembley

„Air“ Popp köpft Deutschland ins Finale von Wembley

Michael „Air“ Jordan ist der wohl beste Basketballer aller Zeiten. Gefürchtet nicht zuletzt aufgrund seiner unglaublichen Sprungkraft. Der deutsche Frauenfußball hat Alexandra „Air“ Popp. Mit ihrem fünften und sechsten Turniertor zum 2:1 (1:1) gegen Frankreich hat die Wolfsburgerin die deutschen Frauen ins Finale von Wembley geschossen und geköpft. Unnachahmlich, ja sensationell, wie sie beim 2:1 den Ball ins Tor wuchtete. Was für eine märchenhafte EM für Popp.

Halbfinale Deutschland gegen Frankreich: Vorsicht vor dem Fuchs

Halbfinale Deutschland gegen Frankreich: Vorsicht vor dem Fuchs

Wenn die Historie eine Rolle spielt, dann werden die deutschen Fußball-Frauen heute Abend (21 Uhr, live im ZDF) ins Finale der EM in England einziehen und am Sonntag um 18 Uhr Gastgeber England herausfordern. Denn die Bilanz gegen Frankreich bei großen Turnieren ist makellos. Je zwei Siege stehen bei Welt- und Europameisterschaften zu Buche.

England rauscht ins Finale

England rauscht ins Finale

Gastgeber England steht als erstes Team im Finale der Europameisterschaft 2022. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte sich das Team von Trainer Sarina Wiegman nach einer berauschenden zweiten Halbzeit klar mit 4:0 (1:0) gegen Schweden durch. Der zweite Finalist wird am Mittwoch um 21 Uhr (ZDF) zwischen Deutschland und Frankreich ermittelt. Im Endspiel am Sonntag (18 Uhr, ARD) wollen die Engländerinnen versuchen, die seit 1966 titellose Zeit für das Mutterland des Fußballs beenden.

Halbfinale England – Schweden: Duell der Unbesiegten

Halbfinale England – Schweden: Duell der Unbesiegten

1984 – das ist nicht nur der Titel des berühmten Zukunftsromans von George Orwell. Es ist auch das Jahr, in dem Schwedens Fußballerinnen ihren bis heute einzigen Titel bei einer EM oder WM gewonnen haben. Der Gegner damals: England. Damals wurde das Finale noch mit Hin- und Rückspiel ausgetragen, nach zweimal 1:0 für jedes Team, kam es zum Elfmeterschießen, dass die Schwedinnen mit 4:3 gewannen.

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