16. Juli 2022

Unser dritter Gegner Finnland

Nur wenige Experten werden viel über den finnischen Fußball wissen. „FiDo – Frauenfußball in Deutschland online“ versucht eine Annäherung.

2005 qualifizierte sich Finnland erstmals für eine Europameisterschaft und kam sensationell ins Halbfinale. Dort gab es ein 1:4 gegen Deutschland. 2009 richtete das skandinavische Land die EM aus, wurde Sieger der Gruppe A vor den Niederlanden und Dänemark und schied im Viertelfinale knapp mit 2:3 gegen England aus. Schon damals stand die heute 36-jährige Tinja-Riikka Korpela im Tor. Sie hat bereits 109 Länderspiele bestritten. 2014 bis 2017 spielte sie für Bayern München und wurde zweimal deutscher Meister. Zurzeit spielt sie bei Tottenham Hotspur.

Finnland wird seit 2017 von der Schwedin Anna Signeul trainiert. Linda Charlotta Sällström ist mit 51 Toren Rekordtorschützin Finnlands. Sie erzielte im ersten Gruppenspiel dieser EM gegen Spanien nach 50 Sekunden die 1:0-Führung. Finnland verlor 1:4 und unterlag danach auch Dänemark mit 0:1.

Gegen Deutschland gab es in zehn Spielen bisher neun Niederlagen, 1985 gelang der einzige Sieg (1:0 in Turku).

Ohne Lena Oberdorf (Gelbgesperrt) müssen die deutschen Frauen am Samstagabend gegen Finnland antreten. Foto: imago/Acton Plus

In der heimischen Kansallinen-Liiga spielt keine der aktuellen EM-Spielerinnen. Sie sind ausnahmslos in europäischen Ligen aktiv. Ria Öling beispielsweise spielt mit Rosengard in der Champions-League-Qualifikation gegen Hoffenheim. Die Liga besteht aus zehn Mannschaften, derzeitiger Tabellenführer ist nach 13 Spieltagen KuPS aus Kuopio.

Michael Rappe

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