1. April 2022

Topspiel am Sonntag – aber erst einmal empfängt Jena Frankfurt

Wolfsburg im Halbfinale, Bayern draußen – nun treffen die beiden deutschen Champions-League-Vertreter zum Topspiel der Bundesliga aufeinander. Am Sonntag um 14 Uhr empfängt der Tabellenführer, derzeit einen Punkt vor den Bayern, den Verfolger von der Isar. Bei einem Wolfsburger Sieg wäre das wohl eine Vorentscheidung, alle anderen Ergebnisse lassen das Titelrennen vier Spieltage vor Saisonende noch offen.

Der 19. Spieltag beginnt mit der Freitagspartie von Eintracht Frankfurt bei Carl Zeiss (19.15 Uhr, live bei Eurosport und Magenta). Hier sind die Frankfurterinnen haushoher Favorit. Am Samstag (13 Uhr) erwartet Turbine Potsdam den 1. FC Köln und möchte Rang drei untermauern. Der Sonntag beginnt mit dem Abstiegsduell SC Sand gegen SGS Essen. Dies ist wohl die letzte Chance für die Sanderinnen, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Nach dem Gipfeltreffen in Wolfsburg folgen um 16 Uhr noch die Spiele Bayer Leverkusen – TSG Hoffenheim und Werder Bremen gegen SC Freiburg.

Michael Rappe

Carl Zeiss Jena: Erstes von drei Heimspielen in Folge

Dreimal hintereinander kann Jena nun zu Hause antreten, doch die Gegner heißen Frankfurt, Bayern und Wolfsburg. Am letzten Spieltag wartet noch die Partie in Essen. Wenn es schlecht läuft, kann der Abstieg der Jenaerinnen bei einer Niederlage gegen Frankfurt bereits am Sonntag feststehen, dann nämlich, wenn Essen in Sand gewinnen sollte. Auch bei einem Remis wäre das so gut wie der Fall, da die Tordifferenz der SGS um 45 Zähler besser ist als die von Jena. Den Schwung aus dem ersten Saisonsieg Mitte Februar bei Werder Bremen (0:2) konnte die Elf von Trainerin Anne Pochert nicht mitnehmen, in den letzten vier Partien verließ man das Feld als Verlierer. Ans vorzeitige Aufgeben ist im Paradies jedoch nicht zu denken, wie Trainerin Anne Pochert unterstreicht: „Frankfurt bringt eine enorme Qualität mit, unser Fokus liegt zunächst auf der Defensive. Wir wollen so lange wie möglich die Null halten, aber auch versuchen, den ein oder anderen offensiven Akzent zu setzen.“ Der junge Jenaer Kader muss weiterhin auf eine Reihe wichtiger langzeitverletzter Spielerinnen verzichten, deren Anzahl sich glücklicherweise am letzten Wochenende nicht zusätzlich erhöhte: Chantal Schouwstra, Annalena Breitenbach, Nicole Woldmann, Any Adam und Kapitänin Anja Heuschkel fallen weiter aus.

Gentiana Fetaj im Duell mit Sophia Kleinherne (links). Foto: Karim El Boujdaini

Eintracht Frankfurt: Auswärtssieg zum Geburtstag?
An seinem 42. Geburtstag wünscht sich Eintracht-Trainer Niko Arnautis nach zwei Niederlagen in Folge einen Sieg in Jena, der im Dreikampf mit Turbine Potsdam und der TSG Hoffenheim um Platz drei absolut notwendig ist. „Wir werden im Endspurt alles reinlegen, um so viele Siege wie möglich einzufahren und das Maximum herauszuholen“, kündigte Arnautis an. Stürmerin Géraldine Reuteler, die gegen Wolfsburg seit ihrer Kreuzbandverletzung erstmals nach 370 Tagen wieder traf, warnt davor, das Schlusslicht zu unterschätzen. „Man sollte keine Mannschaft aus der Bundesliga unterschätzen, jedes Team spielt dort aus einem Grund. Wir werden deshalb wieder eine gute Leistung brauchen und müssen 100 Prozent abrufen.“ Dass man unbedingt einen Sieg einfahren wolle, stünde allerdings außer Frage: „Unser klares Ziel ist es, die verbleibenden Spiele zu gewinnen. Wenn wir am Ende auf dem dritten Platz stehen wollen, werden wir das auch müssen. Aber wir schauen von Spiel zu Spiel und fokussieren uns nun komplett auf Jena.“ Im Hinspiel gewann Frankfurt mit zwei Traumtoren von Barbara Dunst 6:0. Neben den Langzeitverletzten fehlt Saskia Matheis, ob Anne Aehling wieder fit wird, steht noch nicht fest.
Michael Rappe

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