3. Mai 2022

Tabellenführer Wolfsburg in Essen gefordert

Nach dem Fußballfest gegen den FC Barcelona wartet auf Bundesliga-Tabellenführer VfL Wolfsburg nun der Alltag mit dem Nachholspiel bei der SGS Essen (Mittwoch, 19.15 Uhr, live bei Magenta Sport). Mit einem Sieg würden die Wölfinnen wieder auf vier Punkte davonziehen, bei einem Remis oder gar einer Niederlage würde das Titelrennen noch einmal spannend.

SGS Essen: Selbstbewusst sein

Bei Essen herrscht nach der hohen Niederlage von Sand in Freiburg Gelassenheit. „Bei fünf Punkten Vorsprung brauchen wir, auch dank des besseren Torverhältnisses, rechnerisch nur noch einen Punkt zum Klassenerhalt“, sagte SGS-Trainer Markus Högner. Und der sollte doch spätestens im letzten Saisonspiel daheim gegen Absteiger Carl Zeiss Jena gelingen. Högner hofft, dass sein Team nun befreiter aufspielen kann. „Man hat schon gemerkt, dass der Abstiegskampf an den Nerven der einen oder anderen Spielerin gezerrt hat“, so Högner. In zwei Testspielen gegen Zwolle und Den Haag schossen die Essenerinnen acht Tore und bekamen nur ein Elfmetertor. „Wir haben bewiesen, dass wir auf einem guten Niveau Fußball spielen können. Daran wollen wir gegen Wolfsburg anknüpfen. Sein Motto lautet: „Selbstbewusst sein, klug spielen, wenig zulassen, defensiv taktisch gutstehen und am Ende am besten ein Tor mehr erzielt haben als der Gegner.“

Mit der Niederländerin Elze Huls hat Essen einen weiteren Neuzugang. Die 26-Jährige kommt aus Heerenveen, derzeit Tabellenachter der „Eredivisie“, und war dort Kapitänin und Führungsspielerin. Sie ist in der Innenverteidigung oder auf der Sechserposition flexibel einsetzbar. Dort soll sie Selina Ostermeier, die zu Bayer Leverkusen wechselt, ersetzen. „Sie ist genau in dem richtigen Alter, um bei uns und mit uns den nächsten Schritt zu machen. Elze wird unserem Spiel und dem Team guttun“, sagte SGS-Geschäftsführer Florian Zeutschler. Für Huls ist es die erste Auslandsstation.

Foto: Elze Huls (links) mit SGS-Geschäftsführer Florian Zeutschler


Spiele/Tabelle 1. Bundesliga


VfL Wolfsburg: In den Ligamodus zurückfinden

Champions League und DFB-Pokal – bereits vier Wochen ist das letzte Bundesligaspiel des VfL Wolfsburg her. Am 3. April gab es das furiose 6:0 gegen Bayern München, das den Weg zum Titel ebnete. Nun steht das Nachholspiel bei der SGS Essen an. „Jetzt gilt es, sich wieder auf die Liga und Essen zu fokussieren. Der Vorteil ist, dass wir Samstag gespielt haben, es waren also ausreichend Tage dazwischen. Ich spüre eine gewisse Gier, auch diese drei Punkte mitzunehmen“, sagte Trainer Tommy Stroot. Zur Tabellenposition sagte er: „Wir haben selbst in der Hand, was passiert. Das ist eine schöne Konstellation.“

Mit dem Einsatz von Lena Oberdorf rechnet er in Essen eher noch nicht. Ansonsten stehen alle Spielerinnen zur Verfügung, die auch gegen Barcelona einsatzbereit waren. Am Dienstag gab der VfL die Vertragsverlängerung mit Felicitas Rauch bekannt. Am Tag des Halbfinal-Rückspieles gegen Barcelona hatte sie ihren 26. Geburtstag gefeiert, nun verlängert sie ihren noch bis 2023 laufenden Vertrag vorzeitig bis 30. Juni 2025. „Ich habe große Ziele, die ich unbedingt mit dem VfL verwirklichen will“, sagte Rauch. Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen sagte: „Mit ihren sportlichen Fähigkeiten als moderne Außenverteidigerin mit Zug nach vorne sowie mit ihren exzellenten Standards kommt ihr nicht nur auf dem Platz eine wichtige Rolle zu. Auch außerhalb ist sie mit ihrer professionellen Einstellung und ihrem positiven Charakter eine zentrale Säule in unserem Teamgefüge.

Michael Rappe

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