20. April 2022

Potsdam jubelt nach Elfmeterkrimi

DFB-Pokal-Halbfinale

Was für ein Geburtstagsgeschenk für Sofian Chahed. An seinem 39. Geburtstag feierte der Cheftrainer von Turbine Potsdam den größten Erfolg seiner bisherigen Trainerkarriere. Durch ein 5:4 nach Elfmeterschießen bei Bayer Leverkusen steht Turbine erstmals seit 2015 wieder im Endspiel um den DFB-Pokal und trifft dort am 28. Mai in Köln auf Titelverteidiger VfL Wolfsburg.


Bayer Leverkusen – Turbine Potsdam 3:4 i. E., 1:1 n.V. (1:1, 0:0)

Leverkusen: Klink – Marti (60. Matysik), Turanyi, Friedrich (106. Brüggemann), Siems – Arfaoui (60. Enderle), Wirtz (77. Wich), Kögel, Pando (60. Blagojević) – Zeller, Nikolić. Trainer: Feifel

Potsdam: Wellmann – Gerhardt, Sissoko, Barth, Agrež – Orschmann (60. Kerschowski), Weidauer, K. Holmgaard (52. S. Holmgaard), Chmielinski (77. Deutsch) – Kössler, Plattner (77. Graf). Trainer: Chahed

Tore: 1:0 Blagojević (66., Foulelfmeter), 1:1 Kerschowski (83., Handelfmeter).

Elfmeterschießen: 1:0 Kögel, Kössler vergibt, 2:0 Zeller, 2:1 Kerschowski, Nikolic vergibt, 2:2 S. Holmgaard, Siems vergibt, 2:3 Weidauer, 3:3 Blagojevic, 3:4 Agrež. 

Gelbe Karten: Friedrich, Pando, Wich – Gerhardt, Weidauer

Schiedsrichterin: Hussein (Bad Harzburg)

Zuschauende: 2.000


Was für ein Geburtstagsgeschenk für Sofian Chahed. An seinem 39. Geburtstag feierte der Cheftrainer von Turbine Potsdam den größten Erfolg seiner bisherigen Trainerkarriere. Durch ein 5:4 nach Elfmeterschießen bei Bayer Leverkusen steht Turbine erstmals seit 2015 wieder im Endspiel um den DFB-Pokal und trifft dort am 28. Mai in Köln auf Titelverteidiger VfL Wolfsburg.

Videolink – Sportschau: Verfügbar bis 23. April 2023

Es war ein wahrer Krimi vor toller Kulisse. So viele Zuschauer waren schon lange nicht mehr bei einem Frauen-Spiel im Ulrich-Haberland-Stadion. Die 2.000 Zuschauer sahen eine hart umkämpfte Partie mit allerdings wenigen Strafraumszenen. Die Partie spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab.

Auch in der zweiten Halbzeit blieben Großchancen aus, so dass zwei Elfmeter für die beiden Tore in der regulären Spielzeit sorgten. Leverkusens Torjägerin Dóra Zeller wurde von Teninsoun Sissoko gefoult, ein Strafstoß, den nicht jede Schiedsrichterin pfeift. Dina Blagojevic traf zum 1:0 für die Gastgeberinnen. Potsdam drängte nun auf den Ausgleich, ein Treffer von Melissa Kössler wurde wegen eines Offensivfouls nicht gegeben (81.). Nur zwei Minuten später gab es Elfmeter für Potsdam, nachdem Jessica Wich einen Ball von Graf an die Hand bekam. Mit ganz viel Glück verwandelte Isabel Kerschowski den Elfmeter. Bayer-Torfrau Anna Klink war mit der Hand drin, doch der Ball senkte sich von ihrer Hand ins Netz. In der Nachspielzeit vergab Zeller die große Chance zum Sieg. In der Verlängerung passierte sehr wenig. Turbine-Torfrau Anna Wellmann wehrte einen Schuss von Nikolic aus kurzer Distanz ab (108.).

Im Elfmeterschießen ging Leverkusen mit 2:0 in Führung, doch dann versagten Nikolic und Siems die Nerven. Schließlich war es Kapitänin Sara Agrež, die den entscheidenden Elfmeter mit links flach ins rechte Eck schoss. Begeistert riss sich ihr Trikot vom Leib und wurde von den Mitspielerinnen gefeiert.

Michael Rappe

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