23. Februar 2022

Intensiver EM-Vorgeschmack: DFB-Frauen verlieren gegen England

Köln/Wolverhampton (SID). Die deutschen Fußballerinnen haben beim EM-Vorgeschmack in England zum Abschluss einen Dämpfer erlitten. Das ersatzgeschwächte Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg unterlag den Gastgeberinnen beim Klassiker in Wolverhampton mit 1:3 (1:1).

Giulia Gwinn nach dem erneuten Führungstreffer der Engländerinnen im Molineux Stadium in Wolverhampton. Foto: AFP/Adrian DENNIS

In einer intensiven Begegnung trafen Ellen White (15.), Millie Bright (84.) und Fran Kirby (90.+4) zum Turniersieg für England, mit einem sehenswerten Freistoß hatte Lina Magull (41.) zwischenzeitlich ausgeglichen. Nach dem 1:1 gegen Spanien und dem 0:1 gegen Olympiasieger Kanada beendete die deutsche Auswahl das Viernationenturnier auf dem letzten Rang, gewann aber wertvolle Erkenntnisse.

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Ihr nächstes Spiel bestreiten die DFB-Frauen in der WM-Qualifikation am 9. April in Bielefeld gegen Portugal. Dann geht es Richtung heiße Phase vor der Titeljagd bei der EURO im Mutterland des Fußballs (6. bis 31. Juli).

Wie schon gegen Kanada wurde Lena Oberdorf (VfL Wolfsburg) wegen leichter Kniebeschwerden geschont. Voss-Tecklenburg veränderte ihre Startelf auf insgesamt fünf Positionen, unter anderem rückte Merle Frohms (Eintracht Frankfurt) als etatmäßige Nummer eins wieder für Ann-Katrin Berger (FC Chelsea) ins Tor.

Das DFB-Team, dem derzeit 14 EM-Kandidatinnen fehlen, startete ordentlich. Ein Kopfball von Maximiliane Rall (11.) und ein Schuss von Magull (12.) boten Chancen zur frühen Führung.

Doch wie in beiden Spielen zuvor geriet die teils zaghafte deutsche Auswahl in Rückstand. Ohne große Gegenwehr spielten sich die Lionesses bis in den Strafraum, wo die Rekordtorschützin White im Rücken von Sophia Kleinherne frei zum Abschluss kam und Frohms per Außenrist keine Chance ließ.

Die Gastgeberinnen dominierte nun das Geschehen, doch der Rekordeuropameister steckte trotz Problemen mit dem englischen Angriffspressing nicht auf. Ein ruhender Ball brachte den Ausgleich: Einen Freistoß aus etwa 18 Metern zirkelte Bayern-Kapitänin Magull über die Mauer, von der Unterseite der Querlatte sprang der Ball ins Tor.

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild. Die Fans sorgten für Stimmung, die Intensität blieb hoch, das Spieltempo ließ aber etwas nach.

Jana Lange, sid

England – Deutschland 3:1 (1:1)

England: Roebuck – Bronze ab 82. Toone, Bright, Greenwood, Carter ab 34. Daly – Williamson, Stanway ab 61. Parris, Walsh – Kirby, White ab 82. Russo, Hemp. – Trainerin: Wiegman

Deutschland: Frohms/Eintracht Frankfurt (27 Jahre/24 Länderspiele) – Rall/Bayern München (28/7), Feldkamp/TSG Hoffenheim (23/11), Kleinherne/Eintracht Frankfurt (21/15), Gwinn/Bayern München (22/24) – Däbritz/Paris Saint-Germain (27/85), Dongus/TSG Hoffenheim (27/4) ab 72. Hagel/TSG Hoffenheim (23/2), Magull/Bayern München (27/57) ab 72. Dallmann/Bayern München (27/43) – Anyomi/Eintracht Frankfurt (22/5) ab 46. Brand/TSG Hoffenheim (19/13), Schüller/Bayern München (24/37), Bühl/Bayern München (21/22) ab 88. Cerci/Turbine Potsdam (21/2). – Trainerin: Voss-Tecklenburg

Schiedsrichterin: Emikar Caldera (Venezuela)

Tore: 1:0 White (15.), 1:1 Magull (41.), 2:1 Bright (84.), 3:1 Kirby (90.+4)

Zuschauer: 13.436 in Wolverhampton

Gelbe Karten: Greenwood – Brand


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