21. Januar 2022

Frauen-Bundesliga: „Professionalisierung“ statt Ausgliederung

Frankfurt/Main (SID). Eine mögliche Ausgliederung der Frauen-Bundesliga aus dem Deutschen Fußball-Bund ist nach Angaben des DFB vorerst kein Thema mehr. Stattdessen strebten die Klubs mit einem Änderungsantrag „eine nachhaltige Professionalisierung für ihre Ligen“ unter dem Dach des Verbandes an. Das teilte der DFB am Freitag mit.

Der Fußballverband Rheinland (FVR) hatte einen Antrag zum DFB-Bundestag am 11. März eingebracht, der eine Eigenständigkeit der Frauen-Bundesligen beinhaltet. Seitdem seien „konstruktive Gespräche zwischen dem Ausschuss Frauen-Bundesligen, den Vereinen der beiden Ligen, dem FV Rheinland und dem DFB“ geführt worden. Der Ausschuss bereite nun „einen entsprechenden Änderungsantrag“ vor.

„Der Fußballverband Rheinland hat mit seinem Antrag (….) auf Initiative von Theo Zwanziger einen Stein ins Wasser geworfen, um die Professionalisierung der Frauen-Bundesligen anzumahnen“, sagte der Ausschuss-Vorsitzende Siegfried Dietrich. Der Antrag habe zum Ziel, „mit nachhaltigen Maßnahmen eine deutliche Stärkung der beiden Frauen-Bundesligen unter dem Dach des DFB zu realisieren“.

Laut Dietrich stellt sich für die Verantwortlichen der Vereine „aktuell nicht die Frage einer Ausgliederung, sondern uns geht es dabei vor allem um die generelle Professionalisierung. Dabei stehen die Wahrnehmung und Sichtbarkeit unserer Ligen, die Entwicklung der Strukturen, nachhaltige Investments unseres Lizenzgebers – beispielsweise (…) in mehr wirtschaftliche Stabilität auch durch bessere TV-Präsenz und Vermarktung – im Blickpunkt.“ Der Änderungsantrag solle als Lenkungsantrag vom Ausschuss zum DFB-Bundestag eingereicht werden und damit einen Teil des FVR-Antrags ersetzen.

Das Thema Ausgliederung hatte zuletzt Fahrt aufgenommen. Unter anderem hatte Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer im Vereinsmagazin 51 gesagt: „Ein Modell analog zu den Männern, deren Profivereine über die DFL organisiert sind, ist sicher eine ernsthafte Überlegung wert.“

Der DFB lehnt diese Idee weiter ab. „Wir verstehen und teilen die Interessen der Antragsteller des FV Rheinland, die Frauen-Bundesligen auf allen Ebenen weiterzuentwickeln, zu professionalisieren und deren Sichtbarkeit zu erhöhen“, wurde Holger Blask, Sprecher der DFB-Geschäftsführung, am Freitag zitiert: „Unseres Erachtens ist eine Ausgliederung nicht der richtige Weg, um diese Ziele zu erreichen.


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