23. Juli 2021

Erstes Fanfest der TSG ein voller Erfolg

Wenn es bei einem Frauen-Bundesligisten eine gelungene Premiere gibt, so denken die meisten Leute sicherlich an ein Testspiel oder gar ein Pflichtspiel. Die Premiere für die TSG 1899 Hoffenheim gab es allerdings abseits des Platzes. 

In Östringen fand auf dem Gelände eines Dienstleisters für Veranstaltungstechnik erstmals ein TSG-Frauen-Fanfest statt. Von der U13 bis zu den Bundesliga-Frauen wurden alle Mannschaften nacheinander auf der Bühne vorgestellt. Zudem durften sich die Spielerinnen, Eltern und Fans über Interviews mit den Trainern und Spielerinnen auf der Bühne freuen, die Interessantes zu berichten hatten.Trainer Gabor Gallai (links) und Ralf Zwanziger, Leiter für Frauen- und Mädchenfußball bei der TSG, stellten sich den Fragen von Moderator Moritz Werz (rechts). Foto: Uwe Grün

So wusste der Trainer der Bundesliga-Frauen, Gabor Gallai, nach den Vorstellungen der Mannschaften zu berichten, dass es ihn „besonders stolz“ mache, dass „wir ein eigenes TSG-Frauen-Fanfest haben“. Hierdurch merke man auch „eine gewisse Wertschätzung“. Gerade im Hinblick auf die neue Saison hoffte Gallai auch „den einen oder anderen Zuschauer zu akquirieren“. Kurzum eine Veranstaltung, die „rundum gelungen“ war. 

Das Fanfest spiegelte in den Augen von Gallai die Nahbarkeit des Frauenfußballs wider. Da vor allem auch Familien mit kleinen Kindern ins Stadion kämen, habe man mit dem Fanfest „den richtigen Rahmen gefunden“. Torschützenkönigin Nicole Billa fand sehr bodenständige Worte zur Veranstaltung. Die Veranstaltung war vor allem für die Juniorinnen-Teams, die so mehr Aufmerksamkeit bekommen haben. Die Bundesliga-Frauen hingegen wären „nur“ die Zugabe gewesen. 

Doch ob als „Zugabe“ oder nicht, die anwesenden Fans klatschten allen Mannschaften Beifall. Zudem gab es vor dem Auftritt der ersten und zweiten Mannschaft noch einen Zusammenschnitt aus der abgelaufenen Spielzeit zu sehen, in der die zweite Mannschaft in der Relegation den Verbleib in der 2. Bundesliga schaffte und die erste Mannschaft mit dem erneut dritten Platz den Sprung in die Champions League schaffen könnte, wenn sie die Qualifikation Mitte August übersteht.

Auch hier sah man manche Fragezeichen bei den Fans, da der zu spielende Modus etwas kompliziert wirkt. Ralf Zwanziger, Leiter des Mädchen- und Frauenförderzentrums, wusste den Modus aber einfach zu erklären. So gibt es drei Mannschaften, die gemeinsam mit der TSG in Gruppe eins in ein Miniturnier starten. Die TSG muss zunächst gegen Valur Reykjavik spielen. Gewinnt die TSG das Duell, so geht es gegen die siegreiche Mannschaft aus dem Spiel des Ausrichters FC Zürich gegen AC Mailand. Die Sieger der vier Finalspiele der Miniturniere erreichen die zweite Runde, in der sechs weitere Mannschaften hinzukommen. Dort werden fünf Plätze für die Gruppenphase ausgespielt. 

Ebenfalls konnte TSG-Geschäftsführer Denni Strich gute Neuigkeiten für diejenigen verkünden, die zu den Spielen der Frauen in das Dietmar-Hopp-Stadion kommen (wollen). Das Stadion wurde mit Scannern ausgestattet und die Zuschauer*innen haben künftig die Möglichkeit Tickets online zu kaufen. So müssten die Fans nicht erst am Spieltag Tickets kaufen. 


Pascal Roelen

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