12. April 2022

Ein aufblasbarer Rollator zum Geburtstag

Am vergangenen Mittwoch feierte Kathrin Hendrich vom VfL Wolfsburg ihren 30. Geburtstag im Kreise des Nationalteams. Da ließen sich die Mitspielerinnen natürlich etwas einfallen. Besonders Lina Magull ist stets für besondere Späße und Überraschungen zu haben, wie Hendrich am Montagmittag in der Abschluss-Pressekonferenz vor dem WM-Qualifikationsspiel in Stara Pazova gegen Serbien (Dienstag, 16 Uhr, ZDF) verriet. „Ich habe einen aufblasbaren Rollator bekommen“, meinte die Wolfsburgerin grinsend und machte damit selbst DFB-Pressesprecherin Annette Seitz fast sprachlos, denn diese konnte gar nicht glauben, dass es so etwas gibt. Immerhin gab es auch nette Geschenke wie Luftballons oder Süßigkeiten für die Jubilarin. Einen Wunsch an die Bundestrainerin wollte sie auf Nachfrage nicht äußern, was diese „erleichtert“ zur Kenntnis nahm. Dabei hätte natürlich der Wunsch nach einem Platz im EM-Kader nahegelegen.

Die Stimmung bei den DFB-Frauen scheint also bestens zu sein, für den nötigen Spaß und Flachs ist gesorgt. Gute Voraussetzungen für das Serbien-Spiel, in dem die endgültige Qualifikation für die WM 2023 fix gemacht werden soll. „Es ist unser Anspruch, morgen die beste Leistung zu bringen und auch ein Statement Richtung EM zu setzen“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. „Es ist auch ein Ziel, mehr Zweikämpfe zu gewinnen“, sagte sie und erwähnte die verbesserte Zweikampfquote beim 3:0 gegen Portugal im Vergleich zum Hinspiel in Faro.

Gegen Serbien wartet ein physisch starker Gegner, der der deutschen Elf im Hinspiel einige Probleme bereitet hatte. Nach einem 0:1-Halbzeitrückstand war es Lea Schüller mit einem beeindruckenden Viererpack, die die Weichen fast im Alleingang auf Sieg stellte. „Es ist uns bewusst, dass es körperlich zur Sache gehen wird“, sagte Kathy Hendrich. „Wir wollen von der ersten Minute an ein Zeichen auf dem Platz setzen, den Ball schnell laufen lassen und zielstrebig nach vorne spielen. Wir wollen uns morgen qualifizieren, um das abhaken zu können“, so die Olympiasieger von 2016.

Nach der Abreise von Almuth Schult wegen einer im Training aufgetretenen Schulterverletzung wird erneut Merle Frohms im Tor stehen. „Ann-Kathrin Berger hat beim Arnold-Clark-Cup ihren Einsatz bekommen, Merle ist unsere Nummer eins“, begründete Martina Voss-Tecklenburg ihre Entscheidung. Wer nach der Abreise von Felicitas Rauch und Klara Bühl deren Positionen einnehmen wird, wollte die Bundestrainerin noch nicht verraten. „Unser Gegner verfolgt ja auch die Presse“, meinte sie mit einem Augenzwinkern.

Michael Rappe

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