9. Oktober 2021

Bundesliga-Top-Spiel zwischen Bayern und Hoffenheim live in der ARD

Bayern München gegen TSG Hoffenheim – das ist der absolute Kracher am 5. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga. Im April gewann Hoffenheim das Duell der Champions-League-Teilnehmer in München nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 und brachte dem späteren Meister die einzige Niederlage bei. Die Bayern-Frauen werden auf Revanche sinnen. Das Spiel wird live in der ARD gezeigt.

Damals führten die Münchnerinnen daheim nach zehn Minuten 2:0, verloren dann aber noch. Trainer Jens Scheuer rechnet mit einem sehr attraktiven Spiel. Beide Mannschaften haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Tore erzielen möchten und sich nicht ausschließlich auf defensive Stabilität konzentrieren. „Beide Teams wollen immer viele Torchancen kreieren, was es für die Zuschauer interessant macht. Wir wissen, dass wir offensiv auch mehr draufhaben als wir in Lissabon gezeigt haben. Die TSG hat genau das am Dienstag gezeigt und das spricht für ihre Qualität, die sie nicht erst seit letztem Jahr besitzen. Hoffenheim ist ein sehr attraktiver Gegner, den wir zuhause unbedingt schlagen wollen.“

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Kapitänin Lina Magull sprach ebenfalls mit Hochachtung vom Gegner am Samstag. „Mit der TSG Hoffenheim erwartet uns ein Gegner, der sich in den letzten Spielen sicher viel Selbstvertrauen geholt hat. Sie sind das erste Mal in der Champions League dabei und bisher läuft es sehr gut für sie. Das freut mich aus deutscher Sicht natürlich. Am Samstag wird es sehr spannend, denn auch wir können mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen. Wir sind deutscher Meister und haben bisher auch sehr gute Spiele gezeigt. Jetzt hatten wir zwischendurch mal ein Unentschieden, aber das beunruhigt uns nicht. Wir wissen trotzdem, was wir drauf haben. Wir wollen unser Spiel aufziehen, viel Ballbesitz haben und den Zug zum Tor nicht missen lassen. Das haben wir im letzten Spiel nicht so gut gemacht. Da müssen wir wieder mehr Ideen auf dem Platz haben, intelligent spielen und im letzten Drittel auch mal kreativ sein. Wir wollen das Spiel am Samstag dominieren und auf jeden Fall die drei Punkte holen.“

Bei der TSG Hoffenheim richtete sich der Fokus nach der Champions-League-Gala gegen Køge (5:0) sofort auf die Bundesliga. „In den Englischen Wochen bleibt eben nicht viel Zeit zum Freuen“, meinte Trainer Gabor Gallai. Schließlich wartet jetzt nicht irgendein Spiel, sondern die Top-Begegnung beim deutschen Meister Bayern München, der mit vier Siegen und 21:0-Toren schon wieder ganz oben thront. „Die wissen, dass wir ein unangenehmer Gegner sind“, sagte Gallai. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit Maxi Rall, vor dieser Saison nach München gewechselt. Hoffenheims Neuzugang Gia Corley ging den umgekehrten Weg. Nachdem sie bei Bayern weder in der ersten noch in der zweiten Mannschaft wesentliche Einsatzzeiten bekam, wechselte das 20-jährige Talent nach Hoffenheim. Und blüht dort richtig auf. Ihre Dribbelstärke und ihre Kreativität im Mittelfeld sind beeindruckend. Corley zahlt das Vertrauen von Gallai zurück. „Ich gehe hier gerade den nächsten Schritt, lerne in jedem Spiel dazu, von meinen Mitspielerinnen und dem Trainerteam“, sagte Corley. Natürlich möchte sie beim Ex-Klub am Samstag zeigen, was sie drauf hat und dass es vielleicht ein Fehler war, sie gehen zu lassen. Gabor Gallai ist froh, eine Spielerin wie Gia Corley im Kader zu haben. Er bezeichnet die in Tacoma im US-Bundesstaat Washington geborene Spielerin als Freigeist, als „Kreativspielerin, die nur schwer zu greifen ist.“ Der Trainer ist sehr zufrieden mit ihr und sieht noch viele Entwicklungsmöglichkeiten. Er warnt seine Mannschaft vor allem vor den gefährlichen Standards der Bayern-Frauen. Die zuletzt erkälteten Jule Brand und Petra Kocsán könnten zurückkehren.

Michael Rappe 

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