30. November 2021

3:1 in Portugal – Down Under ist greifbar nah

Die DFB-Frauen haben einen großen Schritt in Richtung Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland gemacht. Mit 3:1 (3:1) gewannen sie in Faro gegen Portugal auch das sechste Gruppenspiel und distanzierten die Portugiesinnen damit auf fünf Punkte.

Portugal: Morais – Amado, Diana Gomes, Carole Costa, Marchao ab 65. Nazareth – Jacinto ab 74. Fatima Pinto, Dolores Silva, Norton ab 74. Tatiana Pinto – Jessica Silva ab 85. Mendes, Diana Silva, Borges. – Trainer: Neto

Deutschland: Frohms/Eintracht Frankfurt (26 Jahre/22 Länderspiele) – Hendrich/VfL Wolfsburg (29/44), Oberdorf/VfL Wolfsburg (19/23), Hegering/Bayern München (31/19) ab 82. Kleinherne/Eintracht Frankfurt (21/12), Gwinn/Bayern München (22/21) – Däbritz/Paris Saint-Germain (26/82), Leupolz/FC Chelsea (27/75), Magull/Bayern München (27/54) ab 61. Marozsan/OL Reign (29/109) – Huth/VfL Wolfsburg (30/63) ab 82. Waßmuth/VfL Wolfsburg (25/13), Schüller/Bayern München (24/34), Bühl/Bayern München (20/19) ab 74. Brand/TSG Hoffenheim (19/10). – Trainerin: Voss-Tecklenburg

Tore: 0:1 Schüller (15.), 0:2 Huth (23.), 0:3 Leupolz (28.), 1:3 Frohms (34., Eigentor)

Gelbe Karten: Norton, Tatiana Pinto, Borges – Oberdorf

Schiedsrichterin: Welch (England)

Zuschauer: 500

sid

Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg legte eine beeindruckende erste halbe Stunde hin, in der die Gastgeberinnen nicht einmal in Tornähe kamen. Enorm fokussiert drängte die deutsche Elf den Gegner in die eigene Hälfte und kam schnell zu Torchancen durch Lena Oberdorf und Klara Bühl. Eine Ecke von Bühl köpfte Lea Schüller mit einem sehenswerten Kopfball zur Führung ins Netz. Schon nach 23 Minuten fiel das verdiente 2:0, als Svenja Huth aus rund 18 Metern weitgehend unbehelligt flach ins linke Eck schießen konnte. Die Flanken und Ecken von Bühl blieben überaus gefährlich. In ihrem 75. Länderspiel war es Melanie Leupolz, die unter Mithilfe einer portugiesischen Abwehrspielerin ins Tor traf.

Mit der ersten Offensivaktion bekam Portugal einen Elfmeter zugesprochen. Frohms foulte und hatte dann auch noch riesiges Pech. Der Foulelfmeter von Costa landete am Pfosten und prallte von dort an den verlängerten Rücken der Frankfurterin und von dort ins Tor. Ein Tor wie aus dem Nichts, das aber den Spielverlauf veränderte. Die Portugiesinnen wurden wacher und bissiger im Zweikampf, ohne offensiv großartig Akzente setzen zu krönen.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb das deutsche Team klar überlegen, das Spiel war allerdings nicht mehr so flüssig. Viele Fouls sorgten für Unterbrechungen, was dem Spielfluss nicht zuträglich war. Torhüterin Morais verhinderte mit einigen Glanzparaden eine höhere Niederlage. Ein wahrlich guter Jahresabschluss für die DFB-Frauennationalmannschaft.

Stimmen zum Spiel

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg: Wir sind so ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgenommen hatten. Das haben wir gut gelöst. Dann kam der Elfmeter, und wir hatten eine kurze Phase, wo wir das Selbstverständnis verloren haben. In der zweiten Halbzeit hat uns das vierte oder fünfte Tor gefehlt. Wir schauen nun mit Freude auf den Februar. Das Turnier wird das EM-Casting.

Meine Jahresbilanz fällt so aus: Wir hatten viele gute Momente, haben viele junge Spielerinnen reingeworfen. Wir werden nun alles in Ruhe im Trainerteam analysieren und dann mit den Spielerinnen Ende Dezember/Anfang Januar reden. Den heutigen Abend werden wir genießen, auch zum Abschied von Hannelore Ratzeburg.

Melanie Leupolz: Wir sind sehr gut gestartet und sind froh über die drei Punkte. Die zweite Halbzeit war ein bisschen zerfahren, weil es viele Fouls gab. Ich freue mich über das Tor in meinem 75. Länderspiel. Darauf und auf den Sieg werden wir noch mit Sekt anstoßen und den Lehrgang schön ausklingen lassen.

Sara Däbritz: Wir haben wunderbar ins Spiel reingefunden. Es hat riesen Spaß gemacht. Wir haben nun sechs Siege in sechs Spielen und können zufrieden sein. Wir haben uns stetig gesteigert, die Effizienz können wir noch verbessern. Das Turnier im Februar wird ein echtes Kräftemessen, die Vorfreude auf 2022 ist riesig. Ich freue mich, in die EM-Vorbereitung zu starten.

Michael Rappe

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