13. November 2022

2. USA-Spiel: „Wir wollen über unsere Grenzen gehen“

Nach dem 2:1-Erfolg in der Nacht zum Freitag treffen die DFB-Frauen am späten Sonntagabend (23.08 Uhr, Livestream auf sportschau.de) zum zweiten Mal auf Weltmeister USA. Gespielt wird diesmal in Harrison/New Jersey in der Red Bull Arena, die 25.000 Zuschauer fasst. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg umriss in der Abschluss-Pressekonferenz die Zielsetzung: „Wir wollen wieder ein gutes Spiel machen und gewinnen.“

Die Weltmeisterinnen aus den USA gelten eigentlich als das mental stärkste Team der Welt. Doch in der ersten Partie bewiesen die Deutschen, dass sie auch eine gehörige Portion Mentalität und Siegeswillen in sich haben. Auch wenn es „nur“ Freundschaftsspiele sind und die Belastungen für die Nationalspielerinnen derzeit sehr hoch sind, gaben sie bis zur letzten Minute alles und wurden belohnt. Und es ist davon auszugehen, dass sie das auch im zweiten Spiel tun. „Wir wollen die Atmosphäre genießen, gegen einen sehr starken Gegner spielen und an und über unsere Grenzen gehen“, sagte Martina Voss-Tecklenburg.

Gleichzeitig kündigte sie im Hinblick auf die Belastungssteuerung personelle Wechsel an. So werden Almuth Schult und Ann-Kathrin Berger je eine Halbzeit im Tor stehen. Voss-Tecklenburg hat sich mit jedem Vereinstrainer abgestimmt und alle Beteiligten haben sich viele Gedanken gemacht, wie die die Spiele personell angegangen werden.

Voller Einsatz im Trainings für das zweite Spiel gegen den Weltmeister USA.
Foto: Thomas Böcker/DFB

Der Druck auf Gegner USA wird nach drei Niederlagen am Stück (England, Spanien, Deutschland) groß sein. „Die Mannschaft ist ein Stück weit im Umbruch und in der Findungsphase. Man merkt aber auch, wie viel Erfahrung, Tempo und Spirit da ist. Sie haben sich in der ersten Halbzeit nicht belohnt. Morgen ist es schon so, dass ich eine USA erwarte, die uns nach drei Niederlagen hintereinander unbedingt besiegen möchten“, sagte die Bundestrainerin.


     Unterstütze jetzt journalistische Qualitätsarbeit mit einer kleinen Spende über paypal.

Für Laura Freigang von Eintracht Frankfurt sind die USA-Spiele natürlich etwas Besonderes. Von August 2016 bis zur Saison 2018/19 studierte die gebürtige Kielerin mit einem Sportstipendium Kommunikationswissenschaften und Psychologie an der Pennsylvania State University und spielte dort für das Team der Penn State Nittany Lions in der „Big Ten Conference“. Dann wechselte sie zum 1. FFC Frankfurt (heute Eintracht Frankfurt). „Vor dem Publikum in Amerika und gegen die USA von Beginn an spielen zu dürfen, war besonders und mit dem Sieg ein schönes Erlebnis“, sagte Freigang. Das erste Spiel beurteilte die Stürmerin so: „Ich bin mir der Mentalität der USA sehr bewusst und habe mich darauf vorbereitet. Aber speziell nach der EURO sind wir selbst sehr selbstbewusst, also sind wir nicht ängstlich. Auch wenn es nicht so gut läuft, wie in der ersten Halbzeit, haben wir weiter unsere Qualität gezeigt. Die Mannschaft der USA ist sehr gut, aber wir sind es auch. Wir wollen den Sieg morgen wiederholen.

Michael Rappe

Das erste Spiel in Zahlen

Der 2:1-Sieg im ersten Spiel gegen die USA in voller Länge

Die Höhepunkte des Spiels

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

RSS
Mail
Instagram